Erster Platz bei PISA ?! Bremen-Norder Schule Borchshöhe soll 10jährige Reformschule werden!

Wir Eltern unterstützen den Antrag der Schulleitung, das erfolgreiche Modell der 6-jährigen Grundschule bis zur 10. Klasse fortzuführen. Um nicht auf eine 4- jährige Grundschule zurück gekürzt zu werden, fordern wir den Ausbau zur 10- jährigen Reformschule.

Lernumgebungen wie sie von der Pisa-Studie und namhaften Bildungswissenschaftlern, u.a. Prof. Dr. H.G. Holzappels, TU Dortmund sowie Prof. Dr. U. Carle, Uni Bremen, gefordert werden, bietet unsere Schule bereits seit 8 Jahren erfolgreich an! Jährlich kommen 120 Personen -Lehrkräfte, Studenten, Politiker, Professoren zum Hospitieren. Es gibt ständig bundesweit Anfragen von Studenten und Erzieherschüler für Praktika an unserer Schule!

Und dieses erfolgreiche System soll nun dem Sparzwang zum Opfer fallen!

Bitte unterstützen auch Sie mit Ihrer Unterschrift unsere Schule, die für maximal 20 Kinder in einer Lerngruppe, jahrgangsübergreifende Lerngruppen, Förderung und Forderung der Kinder zum selbständigen Lernen, Berücksichtigung des individuellen Arbeits- und Lerntempos, lebendiger Unterricht losgelöst vom 45-Minutentakt zusätzlich aller Vorteile einer verbindlichen Ganztagsschule steht.

Unterschriftenlistendeckblatt

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Unterschriftenliste

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Hintergrundinformationen

Die Grundschule Borchshöhe ist eine 6-jährige Ganztagsschule, in der nach dem schwedischen Modell (Skola 2000) unterrichtet wird. Alle Schüler sind verbindlich von 8 bis 15 Uhr (Freitags 14 Uhr) in der Schule, bis 16 Uhr gibt es nach Anmeldung ein tägliches Angebot. Es wird jahrgangsübergreifend gearbeitet, verschiedene Jahrgänge arbeiten in einer Lerngruppe zusammen. Jedes Kind bekommt seine individuellen Aufgaben entsprechend seinem Arbeits- und Lerntempo. Leistungsstarke Kinder können ihren Möglichkeiten entsprechend voranschreiten und werden individuell gefordert und gefördert – nicht gebremst. Leistungsschwache Kinder haben die Möglichkeit, entsprechend ihres Lerntempos voranzugehen und werden individuell gefördert und gefordert. Die Kinder werden zum eigenständigen Lernen erzogen. Die Schule hat sich losgelöst von dem 45-Minutentakt – es gibt Arbeits- und Unterrichtsphasen. Dies sind alles Forderungen, die seit dem PISA-Schock von Politik und Wirtschaft gewünscht werden – die Grundschule Borchshöhe setzt diese Forderungen bereits seit 8 Jahren um. Die Grundschule Borchshöhe ist bundesweit bekannt: So hospitieren jährlich ca. 120 Lehrkräfte, Studenten, Politiker und Professoren an der Grundschule. Es gibt ständig bundesweite Anfragen von Studenten und Erzieherschüler für Praktika an der Schule. Die Grundschule Borchshöhe wird u.a. in dem Film „Treibhäuser der Zukunft“ von Reinhard Kahle vorgestellt, in der das Bild einer möglichen Zukunft unserer Schulen montiert wird.

Die staatliche Deputation für Bildung hat unter Leitung der Senatorin für Bildung Frau Jürgens-Pieper in ihrer Sitzung vom 22. Dezember 2008 ein Gesetz zur Änderung schulrechtlicher Bestimmungen auf den Weg gebracht, nach dem es nur noch 4-jährige Grundschulen und danach entweder das Gymnasium bis Klasse 12 bzw. die Oberschule bis Klasse 10 mit anschließender gymnasialer Oberstufe bis Klasse 13 geben wird. Für die 6-jährige Grundschule Borchhöhe wurde empfohlen, mit der zukünftigen Oberschule Lerchenstraße zu kooperieren. Diese Schule arbeitet nach dem klassischen Schulsystem. Eine Kooperation wurde vor 2 Jahren bereits aus eigenem Antrieb heraus versucht (Teile der Schule Lerchenstraße sind auf dem Gelände der Schule Borchshöhe untergebracht) – ist jedoch an dem Widerstand der Lehrkräfte der Lerchenstraße gescheitert. Der Aufbau eines Schulsystems, wie es die Grundschule Borchshöhe vorbildlich praktiziert, dauert ca. 10 Jahre. Viele Bildungswissenschaftler raten von einem Experiment der Kooperation ab. Deren Stellungsnahmen sind im Internet unter www.borchshoehe-soll-10jaehrig-werden.de nachzulesen. Eine Fusion von Grundschule und Oberschule soll nach dem Gesetz nicht ermöglicht werden. Die Senatorin Frau Jürgens-Pieper hatte sich trotz mehrfacher Einladung noch kein Bild von der Schule vor Ort gemacht. Trotzdem bescheinigt sie der Schule in einem Schreiben an den Elternbeirat und Schulverein vom 14.01.2009 die bisher gute Arbeit und begrüßt und unterstützt das Konzept der Schule, fordert sogar die anderen Schulen in Bremen auf, dem Konzept zu folgen. Als Grund für den Rückbau der Schule wird genannt, dass die Schülerzahlen allgemein rückläufig sind – jedoch hatten gerade zuletzt mehrere Eltern Probleme, überhaupt einen Platz an dieser zukunftsweisenden Schule zu erhalten, da sie aufgrund des guten Rufes voll war. Die Schule wird auch von Eltern anderer Stadtteile aufgrund des Konzeptes angewählt.

Das neue Gesetz bietet die Möglichkeit einer 10-jährigen Reform-(Modell)schule. Dieser Antrag wurde von der Schulleitung Frau Köster-Gießmann bei der Bildungsbehörde bereits gestellt. Die Eltern unterstützen den Antrag, das erfolgreiche Modell bis zur 10. Klasse fortzuführen. Die Konzepte für den Ausbau liegen bereits seit Jahren vor und wurden mehrfach eingereicht. Dies scheiterte trotz Zusage des damaligen Bildungssenators Willi Lemke aufgrund der fehlenden Finanzmittel. Durch das Konjunkturprogramm der Bundesregierung sollen jetzt mehrere Milliarden in die Bildung fließen, so dass jetzt dieses Argument nicht mehr zählen darf.

Wird das Gesetz wie geplant umgesetzt und die Schule Börchshöhe nicht auf 10 Jahre ausgebaut, wird die Schule zukünftig nur noch bis zum 4. Jahrgang unterrichten dürfen – die Aufbauarbeit von 8 Jahren in ein zeitgemäßes und zukunftsweisendes Schulsystem wird dann zunichte gemacht.

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